Buchbesprechung

zu R. Heim und E. Modena (Hrsg.): Jacques Lacan trifft Alfred Lorenzer. Über das Unbewusste und die Sprache, den Trieb und das Begehren.
Psychosozial-Verlag, Giessen, 2016.

in: Journal für Psychoanalyse, 57, 194-198

27. Juli 2016

Das vorliegende von Robert Heim und Emilio Modena herausgegebene Buch versammelt die Beiträge einer Tagung, die im Juni 2014 vom Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ) und der Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse veranstaltet wurde. Bei beiden, von Jacques Lacan und von Alfred Lorenzer entwickelten Theorien steht die Sprache im Zentrum und dennoch könnten sie verschiedener kaum sein. „Hob Lorenzer die Freud’sche Lehre des Unbewussten auf die Höhe einer Metatheorie, tauchte Lacan mit seiner ‚Rückkehr zu Freud’ in die klassische Psychoanalyse ein, um mit einer vergleichbar anspruchsvollen Theorie das wissenschaftliche und klinische Feld der Psychoanalyse radikal umzupflügen“ (S. 129/130), so fasst Robert Heim in seinem abschliessenden, sehr ausgewogenen Beitrag die Differenz, die schon in der Ausrichtung der beiden Theorien besteht.

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